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Mick Schumacher „Sportler mit Herz“

Verantwortlicher Autor: Rainer Michelmann Frankfurt am Main, 12.11.2019, 09:40 Uhr
Presse-Ressort von: Rainer Michelmann Bericht 1725x gelesen
Magdalena Neuner (links) und Laura Dahlmeier sind Legenden des Sports. Ministerpräsident Volker Bouffier gratuliert.
Magdalena Neuner (links) und Laura Dahlmeier sind Legenden des Sports. Ministerpräsident Volker Bouffier gratuliert.  Bild: © Rainer Michelmann ©

Frankfurt am Main [ENA] Es war ein mehrfacher Hinsicht ein emotionaler 9. November. Nicht in Berlin wie vor 30 Jahren, sondern in der alten Oper in Frankfurt am Main. Die Eröffnungsshow des 38. Deutschen Sportpresseball stand unter dem Motto: 30 Jahre Mauerfall. Das bewegte Jeden, im mit 2.500 Gästen voll besetzten Saal.

Wenn das Foyer zur Ouvertüre wird: Flankiert von üppigem Floraldekor setzt sich im Empfangsbereich nicht nur das Eingangs-Defilee der Ballgäste im Blitzlichtgewitter der Fotografen fort. Und es kamen viele Welt- und Europameister sowie viele Deutsche Meister in den verschiedenen Sportarten. Keine Frage, das Stelldichein der Stars und Sternchen mit ihren edlen Roben hat etwas. Aber die Höhepunkte des Spektakels waren die Auszeichnungen. So wurden die beiden Weltklasse-Biathletinnen Magdalena Neuner und Laura Dahlmeier zu den Legenden des Sports ernannt.

Im Rahmen der Eröffnungsshow „30 Jahre Mauerfall“ wurde der PEGASOS-Preis „Besondere Verdienste um den gesamtdeutschen Sport“ an herausragende Persönlichkeiten verliehen, die aus der ehemaligen DDR stammen und mit ihrem sportlichen Wirken die Menschen in Ost und West begeistert und berührt haben. Sven Hannawald, Henry Maske und Matthias Sammer, der kurzfristig nicht kommen konnte, sind drei Athleten, die mit ihrer Biographie bewiesen haben, welch integrative Kraft der Sport über alle Grenzen hinweg entwickeln kann. „Der Tag des Mauerfalls war kein Tag wie jeder andere. Für mich nicht, für keinen von uns“, sagte Hannawald, der wenige Monate nach der Wende mit seiner Familie in den Westen gezogen war, rückblickend.

Mit Laura Dahlmeier und Magdalena Neuner wurden in diesem Jahr die zwei erfolgreichsten deutschen Biathletinnen aller Zeiten als „Legende des Sports“ ausgezeichnet. „Mit ihrem stets freundlichen und überaus sympathischen Auftreten haben sie sich einen Stammplatz in den Herzen des Publikums erobert. Gleichzeitig ist diese Ehrung eine Reminiszenz an den Biathlon-Sport, der sich dank Dahlmeier und Neuner auch medial konstant größter Beliebtheit erfreut“, sagt Ball-Organisator Jörg Müller von der Agentur Metropress.

Magdalena Neuner beendete ihre außergewöhnliche Karriere im März 2012. Die zweifache Olympiasiegerin holte insgesamt zwölf Weltmeistertitel und gewann drei Mal den Biathlon-Gesamtweltcup. „Es ist etwas Großartiges, aber auch etwas komisch, mit 32 schon Legende des Sports zu werden“, sagte Neuner: „Wenn man sieht, wer diese Auszeichnung schon alles bekommen hat, macht mich das sehr stolz.“ Ein Jahr nach Neuners Abschied vom Spitzensport feierte Laura Dahlmeier im Februar 2013 ihr Weltcup-Debüt. Die zweifache Olympiasiegerin beendete im Mai 2019 ihre Karriere. In sechs Jahren gewann sie sieben WM-Titel, davon allein fünf bei den Titelkämpfen in Hochfilzen 2017, und sicherte sich in der Saison 2016/17 den Gesamtweltcupsieg.

Der PEGASOS-Preis in der Kategorie „Sportmedien“ ging dieses Jahr an "Mister Sportschau", Gerhard Delling. Natürlich überreichte sein kongenialer Partner während den ARD-Übertragungen, Fußball Legende Günther Netzer, den Preis. Auch beim Deutschen Sportpresse-Ball gelang ihnen das Kunststück, trotz gut gelaunter Sticheleien den gegenseitigen Respekt stets spüren zu lassen: ARD-Moderator Gerhard Delling, der in seiner knapp vierzigjährigen TV-Karriere mit klugen und kompetenten, aber auch humorvollen und ironischen Einlassungen neue Maßstäbe gesetzt hat.

Mick Schumacher, rechts Ballchef Jörg Müller von Metropress.

Emotional wurde es noch einmal, als die Ehrung "Sportler mit Herz" auf dem Abendprogramm stand: Kein geringer als der Sohn der Formel 1-Legende Michael Schumacher, Mick, erhielt die Auszeichnung. „Es ist eine Ehre für mich. Ich bin so etwas nicht gewohnt. Ich bin auch etwas nervös“, sagte ein sichtlich ergriffener Mick Schumacher bei der Ehrung als „Sportler mit Herz“. Er dankte zudem seinem Vater, der 2012 beim Deutschen Sportpresse-Ball als „Legende des Sports“ ausgezeichnet wurde: „Ich bin sehr stolz auf ihn.“

Für Mick Schumacher, der von seiner Mutter Corinna begleitet wurde, ist es selbstverständlich, die soziale Einrichtung seiner Familie „Keep fighting“ aktiv zu unterstützen. Als Kuratoriumsmitglied fördert Mick die Foundation mit zahlreichen Aktionen. Ziel ist es, die gemeinnützige Arbeit seines Vaters in den Bereichen Kultur, Bildung und Erziehung, Wissenschaft, öffentliche Gesundheit und Motivation weiter zu führen. Das Benefiz-Fußballspiel „Champions for charity“ führt Mick im Sinne seines Vaters ebenfalls fort: Im Juli fand in Leverkusen der Kick, der eine Wiederauflage des früheren „Spiel des Herzens“ von Michael Schumacher ist, mit Basketball-Legende Dirk Nowitzki und zahlreichen weiteren Stars zum wiederholten Mal statt.

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Ein Teil der Erlöse kam ebenfalls den Projekten der Keep Fighting Foundation der Familie Schumacher zu Gute. Damit erfüllt Mick Schumacher alle Kriterien, die unsere Auszeichnung „Sportler mit Herz“ – traditionell unterstützt von der Fraport AG – ausmacht: Menschlichkeit, Wertebewusstsein und soziales Engagement. Aber nicht nur die Ehrungen in der Alten Oper machen den Deutschen Sportpresseball jedes Jahr zu einem Mega-Ereignis. Auf allen Ebenen wurden nette Gespräche geführt. Und es gab Abwechslungen pur am laufenden Band. Musik, Tanz und viele Attraktionen runden diesen Ball der Bälle ab. Es ist schon ein Muss, dabei zu sein. Selten gibt es eine Veranstaltung, bei der man so Nahe an solche Sportgrößen herankommt.

Und die Tombola mit 50 exklusive Preise ab einem Gegenwert von 1.000 Euro, darunter eleganter Schmuck, hochwertige Elektronik und Traumreisen in entlegene Destinationen, ist für einen guten Zwecke Sie kommt traditionell den Charity-Partnern zu Gute! Es ist auch schon Tradition, dass um Mitternacht der musikalische Stargast seine Ehre erweist. Diesmal waren es gleich drei Damen. The Pointer Sisters: Das renommierte Billboard-Musikmagazin zählt die Pointer Sisters zu den fünf wichtigsten weiblichen Bands aller Zeiten. Diese Frauen sind ein Phänomen: Scheinbar mühelos überwindet ihre Musik Zeit und Raum.

Sobald die ersten Takte von „I’m so excited“, „Fire“, „Jump (For my love)“, „Automatic“ oder „Neutron Dance“ erklangen, pulsierte glitzernde Lebensfreude durchs Auditorium und sorgte für furioses Disco-Feeling! Das Trio reihte sich nahtlos ein, in so Weltstars wie James Blunt, Anastacia, Chris de Burgh, Melanie C, Michael Bolton, José Carreras, Rea Garvey oder Sir Cliff Richards. Diese musikalischen Höhepunkte lässt sich in der Alten Oper keiner entgehen. Die ausrichtenden Veranstalter dem Verband Deutscher Sportjournalisten und dem Verein Frankfurter Sportpresse in Kooperation mit der Metropress Presseagentur verstehen es immer wieder, den Sportpresseball zu einem Mega-Erlebnis zu machen.

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