Freitag, 22.06.2018 18:36 Uhr

Erste deutsche Crowdfunding-Plattform für Weingüter

Verantwortlicher Autor: Karl J. Pfaff Köln, 04.01.2018, 14:52 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 6656x gelesen

Köln [ENA] Mit Ploppster.de ist im Dezember die erste Crowdfunding-Plattform ausschließlich für Weingüter gestartet. Hinter dem Startup stecken Weinjournalist Carsten Henn, Dr. Stephan Haubold und die Kölner Digital Agentur adunique. Mit seiner „Deutschen Wein-Entdeckungs-Gesellschaft“ hat Henn bereits vor Jahren eines der innovativsten und spannendsten deutschen Weinprojekte an den Start gebracht.

Das erste Projekt stammt von Sarah Hulten, die als ehemalige Weinkönigin des Mittelrheins eine brach gefallene Leutesdorfer Terrassenlage rekultivieren und mit Riesling-Reben bepflanzen will. Einige der Trockenmauern im Weinberg stammen noch aus dem 30jährigen Krieg. „Ich nenne es meinen Plan R — R wie Riesling, Rhein, Rekultivierung“, so die junge Winzerin. Dabei setzt sie auf 100% Handarbeit und später auf naturnahe Bewirtschaftung.

Unterstützen kann man die 26jährige Winzerin zum Beispiel, indem man eine Skype-Weinprobe mit ihr erwirbt. Dann erhält man ein Weinpaket und verkostet dieses später live mit ihr am Bildschirm. Von Wanderungen mit Weinprobe, Rebstockpatenschaften, über Postkarten-Sets, bis zu Außergewöhnlichem wie speziell designten Kork-Sportbeuteln mit Weingutslogo, gibt es viele Möglichkeiten Teil des Projekts zu werden. Sarah Hultens erster eigener Wein, ein streng limitierter trockener Riesling des Jahrgangs 2016, wird exklusiv im Rahmen des Crowdfundings angeboten. „Alle Unterstützer werden als Teil meines ‘Projekts R’ über die weitere Entwicklung des Weinbergs fortlaufend informiert“, so Sarah Hulten.

„Mit Ploppster können Weingenießer wirklich Teil eines Weingutsprojekts werden. Winzern helfen wir auf die Art dabei erfolgreicher zu sein, weil sie mit uns Crowdfunding wie Crowdfinancing durchführen können und fachkundig beraten werden“, so Carsten Henn, Initiator des Startups. „In Zeiten, in denen es für Weingüter schwierig ist Kredite bei Banken zu erhalten, ist Crowdfunding ein hervorragender Weg, Investitionen abzusichern.“

In den nächsten Wochen folgt ein Crowdfunding-Projekt mit dem renommierten Ahr-Weingut Josten & Klein. Dort können Weinfreunde unter anderem ein ganzes Weinfass erwerben, sich hochklassigen Federweißen direkt vom Fass abfüllen oder ihr eigenes Cuvée im Weingutskeller zusammenstellen. Bei Winzer Marc Josten kann auch ein Winzerpraktikum über das ganze Jahr absolviert werden. und hautnah erlebt werden, wie Wein entsteht. „Als ich von der Plattform erfahren hab, war mir sofort klar, dass ich da mitmache. Über das Crowdfunding finanziere ich meine neuen, französischen Barrique-Fässer für den Jahrgang 2018.“

Im Januar geht es dann weiter mit den moselanischen Senkrechtstarterinnen von Materne & Schmitt - einem reinen Frauenweingut. „Wir wählen unsere Weingüter sehr genau aus und beraten intensiv“, erläutert Dr. Stephan Haubold, seines Zeichens Head of Operations. „Der Kunde kann sich auf deren Klasse voll verlassen. Wichtig ist uns auch, dass es nichts was auf Ploppster angeboten wird, in dieser Form woanders gibt. Alle Pakete um Crowdfundings zu unterstützen sind exklusiv und limitiert.“ (P.S.)

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.