Freitag, 21.09.2018 19:49 Uhr

Gerhard Roth: die Austellung in Graz

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Graz/Rom, 05.01.2018, 09:09 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Kunst, Kultur und Musik +++ Bericht 7946x gelesen

Graz/Rom [ENA] Gerhard Roth, 1942 in Graz geboren, lebt seit 1976 als freier Schriftsteller in Wien und in der Südsteiermark. Gerhard Roth besuchte ab 1952 das Kepler-Realgymnasium und ab 1955 das Lichtenfels-Gymnasium, an dem er 1961 sein Abitur machte. Von Kindheit an war er mit dem Maler Peter Pongratz befreundet.1962 trat er im Forum Stadtpark in zwei Stücken von Wolfgang Bauer, den er aus der Schulzeit kennt, als Schauspieler

auf. Gerhard Roth begann an der Grazer Karl-Franzens-Universität ein Studium der Medizin. 1967 brach er sein Studium der Medizin an der Karl-Franzens-Universität Graz ab, und später war er Abteilungsleiter für Organisation im Rechenzentrum Graz. Er veröffentlichte Zahlreiche Romane, Erzählungen, Essays und Theaterstücke, darunter den 1991 abgeschlossenen, siebenbändigen Zyklus »Die Archive des Schweigens« sowie den acht Bände umfassenden »Orkus«-Zyklus.

Spuren

Seit Mitte der 1970er-Jahre hat Gerhard Roth die südsteirische Landschaft und ihre Bewohner in analogen Fotografien festgehalten, die in regelmäßigen Abständen ausgestellt zu sehen sind. Für sein Werk wurde Gerhard Roth mit zahlreichen Literaturpreisen ausgezeichnet, zuletzt erhielt er den Großen Österreichischen Staatspreis. Gerhard Roth zählt zu den wichtigsten deutschsprachigen Autoren der Gegenwart. In seinen aktuellen digitalen Bildern erforscht Gerhard Roth die Mikrostrukturen des Lebens in der Peripherie: Rinde, Rost, Schimmel, Eis, Holz, Pilze, ein alter Eisenbahnwaggon und noch vieles mehr: Diese neuen Bilder sind aus extremer Nähe aufgenommen und manchmal am Computer nachbearbeitet.

Sie geben die Oberflächenstrukturen der Dinge wieder, durch die Fokussierung auf das Detail wird das Bekannte und Konkrete abstrakt. Die ausschnitthafte, intensivierte Realität kündet vom Sich-Auflösen der Form, erinnert an sinnliche Farblandschaften aus der bildenden Kunst. Der Fotograf Gerhard Roth macht die Schönheit im Gewöhnlichen sichtbar, seine Bilder bleiben – ebenso wie die japanischen Kurzgedichte, das japanische Haiku – vieldeutig: Sinnsuche in der Welt des Kleinen, des Unvollkommenen und Fragmentarischen. Die neuen Fotos von Gerhard Roth spüren einer sich auflösenden Dingwelt nach. In der Mikro­welt entdeckt der Autor Schönheit und Poesie.

Die Austellung in Graz ist von Martin Behr kuratiert. Der gleichnamige Fotoband »Gerhard Roth: Spuren« im Auftrag des Franz-Nabl-Instituts für Literaturforschung, herausgegeben von Daniela Bartens und Martin Behr kann in der Ausstellung erworben werden. Die Ausstellung wird in Kooperation mit dem Literaturhaus Graz durchgeführt. Eröffnung der Ausstellung im Literaturhaus: Gerhard Roth: Spuren. Aus den Fotografien von 2007 bis 2017 Do 18.01.2018 / 19 Uhr Elisabethstraβe 30, 8010 Graz

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.