Mittwoch, 27.10.2021 18:23 Uhr

Kanadisches Kino – Patricia Rozema

Verantwortlicher Autor: DFF Frankfurt am Main, 30.09.2020, 13:24 Uhr
Presse-Ressort von: Rainer Michelmann Bericht 4242x gelesen

Frankfurt am Main [DFF] Der physische Auftritt Kanadas als Ehrengastland der Frankfurter Buchmesse wurde auf 2021 verschoben. Das Kino des DFF präsentiert dennoch schon diesen Oktober ein filmisches Länderporträt. Die Filmauswahl knüpft an das „Canada Now – The Maple Movies Festival“ an, das bereits im Vorjahr mit einem Film des Regisseurs Atom Egoyan im Kino des DFF eröffnete und nun einen Vorgeschmack auf das nächste Jahr gibt.

Zu sehen ist der Klassiker Entre La Mer et L’EAU Douce (1967) des für seine dokumentarischen Arbeiten bekannt gewordenen Regisseurs Michel Brault über den gesellschaftlichen Wandel Quebecs in den 1960er Jahren. Ein kleines Porträt ist der Filmemacherin Patricia Rozema gewidmet. Rozema gehört der sogenannten Toronto New Wave an, jener Generation anglokanadischer Filmemacher/innen, die Ende der 1980er Jahre mit unkonventionellen Filmen für den internationalen Durchbruch des kanadischen Kinos sorgte. Ihr fantasievoller Debütfilm I’ve heard the MERMAIDS SINGING (1987) erzählt von der Ichfindung der 31-jährigen Polly, die einen Sekretärinnen-Job in einer Galerie annimmt.

In When night is Falling (1995) erliegt eine College-Dozentin den Verführungskünsten einer Zirkusartistin – eine mit Leichtigkeit erzählte Geschichte vom Erwachen der Sinnlichkeit. Weiterhin sind die Jane-Austen-Verfilmung MANSFIELD PARK (1999) und der aktuelle Film MOUTHPIECE (2018) zu sehen, eine humorvoll und mit eigenwilliger Gestaltungslust inszenierte Geschichte über die Sinnkrise und Selbstreflexion einer jungen Autorin. In Kooperation mit dem Lichter Filmfest präsentiert das Kino des DFF außerdem zwei aktuelle Filme, die während des Festivals nur online zu sehen waren.

The 20th Century (2019) ist eine unverschämt bizarre Polit-Groteske über den Aufstieg eines der mächtigsten Politiker Kanadas – konsequent auf 16mm in der Ästhetik des frühen Kinos gedreht. One Day in the life of Noah PIUGATTUK (2019) handelt vom rücksichtslosen Angriff des Westens auf den Lebensraum der Inuit inmitten einer eisigen Schneelandschaft. In Kooperation mit Kanada, Ehrengast der Frankfurter Buchmesse, unterstützt von Canada Council for the Arts und in Kooperation mit Lichter Filmfest.

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