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Joachim Löw ist jetzt eine Legende des Sports

Verantwortlicher Autor: Rainer Michelmann Frankfurt/Main, 07.11.2016, 10:35 Uhr
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Von links: Miro Klose, Horst Eckel, Joachim Löw, Reinhard Grindel
Von links: Miro Klose, Horst Eckel, Joachim Löw, Reinhard Grindel  Bild: © alle Rainer Michelmann ©

Frankfurt/Main [ENA] Es sind die emotionalen Momente, die den Deutschen Sportpresseball in der Alten Oper in Frankfurt am Main so beliebt machen. Als Joachim Löw zur Legendes Sports geehrt wurde, erhielt er zusammen mit den beiden anderen Fußball Weltmeistern Horst Eckel (1954) und Miro Klose (2014) den meisten Beifall.

Umrahmt wurde das Trio vom neuen DFB Präsidenten Reinhard Grindel. 2500 Gäste aus Sport, Politik, Wirtschaft und Showbusiness machten den 35. Deutschen Sportpresseball wieder zu einem Erlebnis in der Mainmetropole. Das Ballmotto „Rendezvous mit Olympia“ spiegelt nicht nur die prägenden Sportereignisse dieses Jahres wider, sondern zieht sich wie ein roter Faden durch das Programm. Bereits die exklusiv choreographierte Eröffnungsshow wird zum Rendezvous der Emotionen, Bilder und Geschichten, die nur der Sport schreibt. Der Höhepunkt des Abends war aber die Auszeichnung Legende des Sports. Joachim „Jogi“ Löw ist ein bescheidender Mensch.

Und so nahm er auch die Ehrung entgegen. Er lobt sein Team und die Mannschaft hinter der Mannschaft, ohne die der WM Titel 2014 in Brasilien nicht möglich gewesen wäre. Auch der Überraschungsgast, Miro Klose, der die Pegasos Trophäe an Joachim Löw überreichte, wurde bis zum Schluss geheim gehalten. Selbst Jogi Löw schien nichts zu ahnen, so ungläubig schaute er. Und wieder blieb Löw bescheiden: „Ich bin sehr stolz darauf. Aber als ich das Wort Legende im Zusammenhang mit meinem Namen gehört habe, da war ich zu Beginn schon ein wenig erschrocken.“

Joachim Löw reiht sich mit der Ehrung ein, in so klangvolle Namen wie Michael Schumacher, Katarina Witt, Boris Becker und Franz Beckenbauer. "Joachim Löw hat den Fußball der deutschen Nationalmannschaft erfolgreich und stilprägend modernisiert und dabei stets mit beeindruckender Kompetenz, Gelassenheit und Zielstrebigkeit agiert", sagte Ball-Organisator Jörg Müller zur Entscheidung des Verbands Deutscher Sportjournalisten (VDS) und des Vereins Frankfurter Sportpresse (VFS).

Das Turner im Geräteturnen wurden als Sportler mit Herz ausgezeichnet. Dies sind Andreas Toba, Fabian Hambüchen, Andreas Bretschneider, Marcel Nguyen und Lukas Dauser. Andreas Toba hatte sich gleich am ersten Wettkampftag der Olympischen Spiele in Rio de Janeiro bei der Bodenübung am Knie verletzt und war dann trotzdem noch am Pauschenpferd angetreten, um seiner Mannschaft die Qualifikation fürs Finale zu ermöglichen, was auch gelang. Wir verdanken dem Quintett einen der bewegenden Momente dieser Olympischen Spiele und verneigen uns vor diesem zu Herzen gehenden Mannschaftsgeist.

Die deutschen Turner erfüllen alle Kriterien, die unsere Auszeichnung Sportler mit Herz ausmacht: berührendes Engagement, Teamspirit und Fairness. Rührend waren aber auch die Kleider der Ball-Damen. Eins schöner als das andere. Ein Hingucker war auch das Eintreffen in der Alten Oper von Verona Pooth und ihrem Ehemann Franjo. Für die Fotografen knutschte Verona ihren Franjo lächelnd ab. Die Feierlichkeiten in der Alten Oper gingen bis morgens früh.

Die Macher hatten es sich verdient. Kaum jemand weiß, wie viel Vorarbeit nötig ist, um so einen Event zu stemmen. Und die großen Bälle in Deutschland sterben langsam aus. Da ist der Deutsche Sportpresseball im Schmuckkästchen Alte Oper einer der letzten seiner Art, der sich noch halten kann. Als musikalischer Stargast sorgte die Band „Silbermond“ für beste Unterhaltung. Alle Informationen zum Ball in der Mainmetropolo gibt es auch auf der Seite http://www.deutscher-sportpresseball.de.

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