Sonntag, 16.12.2018 05:36 Uhr

Test-Spiel für die Handball-EM Deutschland-Island

Verantwortlicher Autor: Ulrich Behrens Stuttgart, 07.01.2018, 17:00 Uhr
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Julius Kühn beim Wurf.
Julius Kühn beim Wurf.  Bild: Sportfoto DHB

Stuttgart [ENA] In einem Testspiel in Vorbereitung der Handball-Europameisterschaft ab dem 12. Januar 2018 besiegte die Handball-Nationalmannschaft von Deutschland Island mit 36:29-Toren (19:12). Immerhin hat Deutschland den in Polen errungenen EM-Titel zu verteidigen.

Unter diesem Aspekt trugen sie ein Testspiel gegen die wurfgewaltigen Isländer in Stuttgart aus. In vielen Phasen spielte die deutsche Mannschaft souverän und überzeugend auf. Die besten Werfer waren Uwe Gensheimer mit 7 Toren und Julius Kühn (6). In den ersten Minuten des Spiels ließen sich die Gastgeber in der Porsche-Arena von Stuttgart vor 6200 Zuschauern durch die wurfgewaltigen und mit viel Power im Angriff agierenden Isländer überraschen. Doch dann konnte der deutsche National-Chef-Trainer Christian Prokop seine Mannen besser einstellen. Man merkte es seinen Akteuren an, dass jeder einzelne gewillt war, unbedingt ein EM-Ticket zu lösen. Immerhin muss er aus seinem 20-köpfigen Kader noch 4 streichen.

"Bei 2 bis 3 Plätzen ist noch keine Entscheidung gefallen"

So äußerte sich Prokop nach dem Spiel: "Ich besitze schon einen Stamm im Kopf. Aber es sind immerhin noch 2 bis 3 Plätze, bei denen noch keine Entscheidung gefallen ist", gegenüber TV-Reportern. Bereits am 13. Februar in der ersten Vorrunde, in der Deutschland gegen Montenegro das erste Match absolviert, wird es sich erweisen, in- wieweit der Titelträger gegen die körperlich robusten Spieler vom Balkan bestehen kann.

Am Anfang kleine Turbulenzen

Am Anfang zeigten die Isländer viel Power und verunsicherten ein wenig die deutsche Abwehrformation mit Finn Lemke. Die Isländer trafen zumeist zielsicher - trotz eines gut aufgelegten Andreas Wolff im deutschen Tor. Besonders die isländischen Ausnahmespieler Aron Palmarsson und Gudjon Valur Sigurdsson trumpften gewaltig auf. Deutschland lag in der 13. Minute mit 6:8-Toren hinten. Mit der weiteren Steigerung von Wolff im Tor stabilisierte sich die deutsche Abwehr.

Gensheimer schuf viel Sicherheit

Außerdem konnten durch die erfolgreichen Abwehrparaden die deutschen Angriffe zielgerichteter umgesetzt werden. Besonders die Torerfolge von Gensheimer schufen mehr Sicherheit. So erreichte die deutsche Mannschaft bis zur Halbzeit eine 19:12-Führung. Nach dem Wechsel steigerte sich die deutsche Auswahl besonders im Angriff. Das lag auch an dem neu ins deutsche Tor gewechselte Silvio Heinevetter. Er verhinderte noch mehr Torwürfe, als sein Torhüter-Pendent in der ersten Spielphase.

Rote Karte für Steffen Weinhold

Die deutsche Mannschaft spielte nach dem Wechsel sehr zielsicher. Doch in der 43. Minute kam es zu einer "fatalen Begegnung" von Steffen Weinhold mit dem isländischen Gegenspieler Palmarsson. Beim Kampf um den Ball fuhr seine Hand in das Gesicht des Isländers. Der Schiedsrichter entschied sofort auf Rot. Das hat jedoch keine Auswirkungen auf seinen Einsatz in Kroatien. Dafür zeigte Trainer Prokop ein "glückliches Händchen". Der vom SC DHfK Leipzig nachnominierte Maximilian Janke erwies sich besonders in der deutschen Abwehr als ein "Glücks-Griff".

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